Soziale Netzwerke sind nicht mehr wegzudenken, und auch für das Marketing spielen Facebook, Instagram und Co. eine wichtige Rolle. 80% aller Internetuser nutzen soziale Medien. Aktuellen Studien zufolge sind aber im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen bislang nur 34% mit ihrer Firmenpage vertreten. Da ist noch Luft nach oben. Wenn Sie sich auch schon länger mit dem Gedanken tragen, sich oder Ihr Unternehmen auf den sozialen Netzwerken zu präsentieren, aber nicht wirklich wissen, wo Sie anfangen sollen, folgen nun ein paar interessante Fakten zu den verschiedenen Zielgruppen.

Zielgruppe identifizieren

Wichtig ist zunächst, zu identifizieren, wo Sie Ihre Zielgruppe antreffen. Sind Sie im B2B oder B2C Bereich tätig? Ist die Zielgruppe sehr klein und speziell oder sehr breit gestreut? Jung oder älter? Definieren Sie dies zunächst und schauen Sie dann, welcher Kanal geeignet ist. Fokussieren Sie sich auf einen bis zwei Kanäle. Es ist nicht zielführend, sich von Anfang an zu verzetteln, weil man überall dabei sein will.

Aktuelle Studien geben hier einen guten Einblick über die Altersstruktur der Nutzer.

 

Quelle: Social Media-Atlas 2015 / 2016
Quelle: Social Media-Atlas 2015 / 2016

 

In der Studie „Social Media-Atlas 2015 / 2016“  wird auch die Nutzung von YouTube und WhatsApp erfasst. Und siehe da: 88 Prozent aller User nutzen Youtube – somit ist das Videonetzwerk das stärkste Netzwerk in Deutschland. WhatsApp ist natürlich mit 76% ebenfalls sehr stark verbreitet, diese App lässt sich jedoch für kleine und mittelständische Unternehmen noch nicht so gut als Werbemedium nutzen, daher lasse ich diesen Kanal hier mal außen vor.

Es bleibt also dabei, dass Facebook mit einer Nutzung von rund 80% das größte, stärkste und mächtigste soziale Netzwerk ist. YouTube liegt in etwa gleich auf. Instagram liegt laut Social Media-Atlas 2015 / 2016 zwar nur bei 28% – hat aber eine jüngere und sehr aktive Zielgruppe. Snapchat ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen, eignet sich aber auch nur sehr bedingt für professionelles Marketing. Twitter ist immer noch in erster Linie ein Kurznachrichtenkanal, der aktuell kaum weiter wächst. LinkedIn und Xing sind insgesamt für B2B Kontakte sehr gut geeignet, aber nicht das Medium der Wahl, wenn es um möglichst hohe Reichweite geht.

 

Datengrundlage: ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 / Quelle: https://blog.hubspot.de/marketing/social-media-in-deutschland
Datengrundlage: ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 / Quelle: https://blog.hubspot.de/marketing/social-media-in-deutschland

Mein Rat für B2C: Beginnen Sie mit Facebook, denn hier ist die Verbreitung sehr groß, 80% aller Internetuser haben laut der Studie einen Account dort. Ist Ihre Zielgruppe sehr jung, eignet sich auch Instagram sehr gut, um hier Aufmerksamkeit zu erregen. Aber Achtung: dies ist ein Foto-Netzwerk, wenn Sie keine Bilder haben, um Ihre Marke oder Ihr Produkt zu bewerben, dann ist dies nicht das Netzwerk Ihrer Wahl. Bei YouTube gilt das gleiche, allerdings im Bezug auf Videos. Wer regelmäßig kleine Filme einstellen kann, und damit seine Zielgruppe gut abholt, findet hier das Netzwerk seiner Wahl. Sie sollten es vermeiden, auf mehreren Kanälen die gleichen Inhalte zu teilen. Die meisten Instagram-User haben auch einen Facebook-Account und sind nicht interessiert an doppelten Inhalten. Hier sollten Sie wirklich jeweils eigenständige Inhalte schaffen, was den Arbeitsaufwand wieder erhöht.

Der Anfang

Für den Beginn Ihrer Aktivitäten in dem ausgewählten Netzwerk sollten Sie sich ein paar grundsätzliche Fragen stellen und eigene Regeln aufstellen. Bei allem was Sie machen gilt immer der Grundsatz: Bleiben Sie authentisch und ehrlich, kennen Sie Ihre Zielgruppe, gehen Sie respektvoll mir ihr um, verbiegen Sie sich nicht, nur weil das hier ein soziales Netzwerk ist. Ihre Firmenkultur sollte sich auch hier fortsetzen.

Duzen oder siezen?

Wenn Ihre Zielgruppe älter als 25 oder 30 ist, dann siezen Sie auch ruhig auf Facebook – sofern Sie den realen Kunden auch siezen würden. In Deutschland hat sich das konsequente Duzen bislang nur bei IKEA durchgesetzt, oft wird es aber als respektlos und unhöflich erachtet.

Täglich oder wöchentlich posten?

Es gibt hier keine feste Regel. Wenn Sie jeden Tag super spannenden Inhalt haben, der die Zielgruppe anspricht, dann können Sie täglich posten. Oft ist das aber eher nicht der Fall und dann lautet die Devise: „Weniger ist mehr“. Mit 1-2 spannenden kleinen Geschichten pro Woche bleiben Sie im Kopf der Fans und überschwemmen Ihre Follower nicht mit zu dominanten Inhalten.

Wie viel Zeit kostet das alles?

Unterschätzen Sie die Aktivitäten nicht. Um sich wirklich gut zu positionieren reicht es nicht, eine Fanpage anzulegen und zwei Mal im Jahr reinzuschauen. Wie auch bereits erwähnt, sollten die Inhalte in den verschiedenen Kanälen nicht deckungsgleich sein. Machen Sie sich Gedanken, legen Sie in einem Redaktionsplan fest, was Sie in den nächsten 2-3 Wochen pro Kanal posten möchten, und halten Sie in einem Ideenpool Themen parat, die Sie zu passenden Momenten aufgreifen können. Auch Jahrestage oder Feiertage, Sportgroßereignisse oder andere gesellschaftliche Großereignisse kommen in der Regel nicht ganz unerwartet und Inhalte dazu können vorgeplant werden. Seien Sie selber aktiv, interagieren Sie mit den Usern, bleiben Sie am Ball, wenn Kommentare eingehen und seien Sie vor allem schnell, wenn Ihnen persönliche Nachrichten geschrieben geben. Facebook oder auch Instagram-Nachrichten lösen immer mehr die klassische E-Mail ab, und schnelle Antworten werden von den Usern erwartet. Wenn Sie das alles nicht leisten können oder wollen, überdenken Sie Ihre Aktivität noch mal. Kein Account ist dann immer noch besser, als einer, der zuletzt vor einem Jahr aktualisiert wurde und bei dem Anfragen nicht beantwortet werden.

Kommen Kosten auf mich zu?

Es macht zu Werbezwecken durchaus Sinn, auch mal etwas Budget für Werbeanzeigen zu investieren. Damit erreichen Sie Ihre Zielgruppe, auch wenn sie nicht „Fan“ Ihrer Seite ist. Man kann auf diese Weise seine Fanzahlen vergrößern und natürlich auch für Produkte oder Dienstleistungen werben. Für eine Werbeanzeige im lokalen Markt sollten Sie je nach Zielgruppe mindestens 5.- /Tag ansetzen. Das ist natürlich eine sehr grobe und allgemeine Angabe, die variieren kann.

Kann ich das alles alleine schaffen?

Ich würde nie dazu raten, ganz alleine sämtliche Kanäle zu verwalten. Sie möchten auch mal Urlaub machen, oder sind auf andere Themen konzentriert. Es sollten möglichst immer mehrere Personen Zugriff auf die Kanäle haben, um schnell reagieren zu können. Sie können über den Businessmanager auch verschiedene Rollen vergeben, damit z.B. nur Sie Anzeigen schalten können, andere aber als Firma kommentieren können. Wenn Sie sich alleine die ganze Verantwortung aufladen, wird es schnell stressig und setzt Sie auch unter Druck – das sollte nicht sein.

Brauchen Sie weitere Hilfe zum Start in Ihre Social Media Aktivitäten, dann helfe ich Ihnen gerne weiter. Sprechen Sie mich an.

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